Kultur

Mut zu Leuchttürmen

Das kulturelle Leben einer Großstadt ist für mich nicht nur dekoratives Beiwerk. Es ist nicht „nice to have“. Kultur gibt einer Stadt Profil, Unverwechselbarkeit, Charakter.

Deswegen finde ich es richtig, dass München trotz der unabdingbar nötigen Milliarden Investitionen in Wohnen, Infrastruktur und Bildung auch weiterhin entschlossen in Kulturprojekte investiert. In den letzten zwei Jahren wurden von der Rathaus-Kooperation die Weichen für wichtige kulturelle Großprojekte gesellt. Exemplarisch sind da der Neubau des Volkstheaters und die Sanierung des Gasteigs zu nennen.

Ich glaube, dass solche Leuchtturmprojekte wichtig für die Strahlkraft einer Stadt sind. Kultur macht sich in meinen Augen klein, wenn sie sich als Sozialarbeit mit anderen Mitteln versteht. München sollte da im Wettbewerb mit Städten wie Berlin oder Hamburg durchaus noch mehr Mut zeigen – Mut zur Größe, Mut zur Relevanz.

Daneben braucht München aber auch eine funktionierende kulturelle Subkultur. In einerprosperierenden und „glänzenden“ Stadt wie München besteht mehr noch als anderswo die Gefahr, dass alles Kleine und wenig Profitable verschwindet. Ich bin deshalb sehr dafür, auch nicht mainstream-orientierte Projekte aus den Bereichen Streetart, Musik, bildende Kunst und Literatur aktiv zu fördern.

Bei allen Arten der Kulturförderung sollte meiner Meinung nach gelten: Auswahl statt Gießkanne. Qualität statt Quantität. Klasse statt Beliebigkeit.

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