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Gesundheit

Mobilfunkaktivierte Laienreanimation

Ich freue mich sehr, dass auf Basis meines Antrags aus dem Jahr 2015 nach äußerst positiven Erfahrungen in anderen Städten München
eine mehrstufige Offensive zur mobilfunkaktivierten Laienreanimation startet.

Beim plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. In den
acht bis neuen Minuten bis der Rettungsdienst eintrifft, müsste am
Besten sofort die Reanimation eingeleitet werden. Mit dem Einsatz von
First Respondern der Münchner Berufsfeuerwehr wurde die Zeit bis zur
ersten Maßnahme deutlich verkürzt, aber in 50 % der Notrufe erreichen
Rettungsdienst oder First Responder die bewusstlosen Menschen erst nach
fünf Minuten. In Deutschland liegt die Bereitschaft zur Laienreanimation
bei niedrigen 31 %, trotz der eingeführten telefonischen Anleitung durch
die Leitstellen.

Das Referat für Gesundheit und Umwelt hat mit dem Rettungszweckverband
eine Arbeitsgruppe eingerichtet und sich gemeinsam mit allen
Rettungsdienstverantwortlichen in München Gedanken zur Steigerung der
Laienreanimationsraten mittels Mobilfunkaktivierung gemacht. Wie soll
das funktionieren? Die registrierten Helferinnen und Helfer werden über
eine App benachrichtigt, wenn ganz in ihrer Nähe ein entsprechender
Notfall gemeldet wird, damit sie die Zeit bis zum eintreffen des
Notarztes überbrücken können. Kann diese Person nicht reagieren oder
antwortet in kurzer Zeit nicht, wird die Anfrage weitergeleitet. In der
ersten Entwicklungsstufe registrieren sich hauptberuflich Beschäftigte
der Rettungsdienste als ehrenamtliche Ersthelferinnen und Ersthelfer. Im
zweiten Schritt kommen medizinisches Personal und betriebliche
Ersthelferinnen und Ersthelfer sowie später tatsächliche Laien zum
Einsatz. Läuft es gut, werden zwei Personen gleichzeitig angeschrieben.
Der Verein Arbeitskreis Noftfallmedizin und Rettungswesen an der LMU
e.V. entwickelt für die Stadt ein Modell, betreut die Ehrenamtlichen und
kümmert sich um die adäquate Versicherung. Das Kriseninterventionsteam
des Arbeiter Samariter Bundes übernimmt die psychosoziale
Notfallversorgung der Ehrenamtlichen.


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